SPD unterstützt Bevölkerung: Kampf für die „Grüne Lunge“
Die SPD kämpft an der Seite der Bürgerschaft gegen die geplante ungewollte Ansiedlung des Einkaufszentrums an der Feldstraße. Das bekräftigt die Co-Vorsitzende der Norder Sozialdemokraten,
Marina Verkamp, nach der jüngsten Vorstandssitzung. Die Grünen und die SPD-Fraktion hatten bereits im Rat gegen die Pläne gestimmt. Nach Worten des SPD-Fraktionschefs Thomas Prinz besteht dafür „absolut kein Bedarf“. Darum hatte bei einem Ortstermin auch niemand den Wunsch von Bürgermeister Toplak unterstützt, abgesehen vom wirtschaftlichen Profiteur Bernd Schürmann: Toplaks favorisierter Investor Schoofs soll einen Mehrsortimenter errichten. Dessen Pläne hatte der Bürgermeister beim Ortstermin wie ein Vetriebler beworben.
Die breite Ablehnung macht aktuell auch eine Petition deutlich. Parallel dazu weist die Bürgerinitiative Nord darauf hin, dass die Prüfung entscheidender Grundlagen weiterhin fehlt. Deshalb soll das Verfahren ausgesetzt und die Mängel zunächst behoben werden. Abgesehen vom fehlenden Bedarf wehrt sich Marina Verkamp gegen die Zerstörung ökologisch wichtiger Flächen. Sie erinnert an das Vermächtnis von Willi Wessel: Aufgrund der dortigen Quelle des Loemühlenbaches wäre eine Bebauung und Versiegelung eine ökologische Katastrophe, so der verstorbene Alt-Bürgermeister. Die „Grüne Lunge“ in Langenbochum muss erhalten bleiben.
Die SPD beschränkt sich nicht auf die Ablehnung der rückwärtsgewandten Planungen. Als Alternative und Impuls für eine zeitgemäße nachhaltige Stadtentwicklung ist eine Informationsveranstaltung geplant. Landtagsabgeordneter Carsten Löcker hat dafür den Wohnungspolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Sebastian Watermeier, gewonnen. Statt den Flächenfraß voranzutreiben, soll Bauland flächenschonend mobilisiert werden. Etwa durch Abriss alter Häuser oder durch Füllen von Baulücken. Die Goethe Gärten in Disteln sind dafür ein wunderbares Beispiel.
